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Gruppenreise Potsdam

Park Glienicke

Wer Potsdam über die Glienicker Brücke verlässt, hat zwar nach wenigen Metern Berlin erreicht, die Potsdamer Kulturlandschaft aber noch lange nicht verlassen. Gleich hinter der Brücke beginnt der Park Glienicke. Prinz Carl, 3. Sohn von König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise, erhielt das Anwesen zum Geschenk, als er gerade 23 Jahre alt war. Mit Hilfe des größten Architekten und des größten Landschaftsplaners seiner Zeit ließ der Prinz entlang der Havel ein Gartenkunstwerk errichten, das an den Wochenenden noch immer Tausende anzieht. Kleinarchitekturen machen den Gang durch den Park zu einem spannenden Erlebnis.

1814 erwarb Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg den Landsitz. Er ließ den 1816 nach Potsdam berufenen späteren Gartendirektor Peter Joseph Lenné noch im selben Jahr einen Pleasureground anlegen und ein naturhaftes Gelände mit einer beispielhaften Wegeführung formen, die überraschende Sichten auf Potsdam, Schloss Babelsberg, Sacrow, die Pfaueninsel und die Havelseen ermöglichte.

Als Prinz Carl von Preußen 1824 Eigentümer wurde, beauftragte er Lenné, das Gut zu einem Park umzugestalten. Er hat Glienicke nach englischem Vorbild in Blumengarten, Pleasureground und Park gegliedert und mit einem Umfahrungsweg ausgestattet.
Zeitgleich schuf Karl Friedrich Schinkel ein Casino und formte aus dem Herrenhaus ein Schlösschen im Geiste der Klassik. Glienicke erwuchs zu einer vollendeten Einheit von Architektur und Garten.